Werkzeug zur Selbsthilfe Stand Mai 2026 Berlin · FinoraQ
Premium Bald verfügbar

Antwort tippen. Senden. Erledigt.

Mit dem Premium-Tarif schickst du Briefe direkt aus FinoraQ, mit deinem Klarnamen als Absender:in und einer dezenten Adresse @brief.finoraq.de. Antworten landen automatisch wieder im richtigen Forderungs-Thread.

finoraq.de/app/brief/send

Entwurf an EOS Inkasso

M Max
Von: Max Mustermann[email protected]
Premium
An: EOS Inkasso[email protected] · Az. 4711
Empfänger
Ratenzahlung 50 €/MonatBrief-Vorlage + DIN 5008 PDF
Bereit
SendenAntworten gehen an deine private Mail
Klick

1. Wie der Direktversand technisch funktioniert

Beim Premium-Tarif legt FinoraQ für dich eine eigene Reply-Adresse an, im Format [email protected]. Diese Adresse läuft auf unserer eigenen Mail-Infrastruktur, gehostet in Frankfurt am Main.

Wenn du im Detail-Modal einer Forderung auf „Brief senden" klickst, passiert folgendes:

  1. Die KI prüft, ob die Empfänger-E-Mail des Gläubigers eingetragen ist.
  2. FinoraQ erzeugt einen Mail-Entwurf mit deinem Klarnamen als From: (Display-Name) und der @brief.finoraq.de-Adresse als technischem Sender.
  3. Reply-To wird auf eine Inbox unserer Seite gesetzt, damit Antworten klassifiziert werden können (siehe Abschnitt 7).
  4. Mail wird via SMTP zum Empfänger-Mailserver übertragen, durchgängig TLS 1.3 verschlüsselt.
  5. Du siehst in deinem Dashboard sofort: ✓ versandt, mit Zeitstempel und Brief-Volltext im Archiv.

Der gesendete Brief wird zusätzlich als PDF im DIN-5008-Format an die Mail angehängt, gleicher Inhalt wie der Mail-Body, aber druckfertig formatiert.

2. Rechtliche Distanzierung nach § 2 RDG

Der Brief wird in deinem Namen versendet, du bist der/die rechtliche Absender:in und für den Inhalt verantwortlich. FinoraQ ist nur das Transport-Mittel, vergleichbar mit der Deutschen Post. Damit ist der Versand nach § 2 RDG keine erlaubnispflichtige Rechtsdienstleistung.

Diese rechtliche Distanzierung wird in jeder Mail im Footer explizit ausgewiesen (Pflichtbestandteil unserer AGB § 5a):

Versandt mit FinoraQ, technisches Hilfsmittel zur Brief-Erstellung. Absender:in und für den Inhalt verantwortlich: [dein Klarname]. FinoraQ tritt nicht als Vertreter:in oder Bote auf.

Der Bundesgerichtshof hat in zwei Leit-Urteilen den Spielraum für Selbsthilfe-Software definiert: BGH I ZR 113/20 („Smartlaw", 09.09.2021) bestätigt, dass reine Textbaustein-Werkzeuge zulässig sind. BGH VIII ZR 285/18 („wenigermiete.de", 27.11.2019) hat die Linie gezogen, ab der eine Software aktiv Forderungen einzieht und damit doch unter das RDG fällt, diese Linie überschreiten wir bewusst nicht.

3. Authentifizierung & Zustellbarkeit

Mails, die nicht im Spam-Ordner landen, müssen drei Mail-Standards erfüllen. Wir setzen alle drei auf strict-Niveau:

  • SPF (Sender Policy Framework, RFC 7208): Unser DNS-Eintrag listet die IP-Adressen unserer Mailserver. Empfänger-Mailserver prüfen, dass die Mail von einer autorisierten IP kommt. Wir verwenden -all (strict fail).
  • DKIM (DomainKeys Identified Mail, RFC 6376): Jede Mail wird mit einem RSA-2048-Schlüssel kryptografisch signiert. Der Empfänger prüft die Signatur gegen unseren öffentlichen DNS-Schlüssel, Manipulation am Inhalt fällt sofort auf.
  • DMARC (Domain-based Message Authentication, RFC 7489): Bündelt SPF und DKIM und sagt dem Empfänger, was er bei Versagen tun soll. Wir nutzen p=quarantine; aspf=s adkim=s, strenge Ausrichtung, Quarantäne bei Fehlern.

Konsequenz: Unsere Mails landen bei Gmail, Outlook, GMX und Web.de zuverlässig im Hauptpostfach. Inkasso-Firmen und Mahnabteilungen nutzen üblicherweise dedizierte Mail-Server mit ausführlicher Spam-Filterung, eine korrekt authentifizierte Mail von uns geht dort sauber durch.

4. So sieht eine versendete E-Mail aus

Ein konkretes Beispiel, genau das, was der Empfänger im Postfach sieht:

Was so eine Mail enthält.

Ein echtes Beispiel, so sieht's beim Empfänger im Postfach aus.

VON

"Max Mustermann" <[email protected]>

AN

[email protected]

BETREFF

Ratenzahlungsangebot · Aktenzeichen 4711

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 28.04.2026 (Az. 4711) biete ich Ihnen folgende Ratenzahlung an: 50,00 € monatlich, beginnend ab dem 01.06.2026.

Den unterzeichneten Brief finden Sie im Anhang als PDF.

Mit freundlichen Grüßen,

Max Mustermann


Versandt mit FinoraQ, technisches Hilfsmittel zur Brief-Erstellung.
Absender:in und für den Inhalt verantwortlich: Max Mustermann (s. oben).
FinoraQ tritt nicht als Vertreter:in oder Bote auf.
finoraq.de/agb · finoraq.de/datenschutz

5. Tarife & Volumen

FunktionFreeProPremium
Eigene @brief.finoraq.de-Adresse nein nein ja
Direkt-Versand aus dem Tool nein nein 50 Briefe / Monat
KI-Brief-Generation 2 / Monat 8 / Monat 30 / Monat
PDF zum Selbstversand per Post ja ja ja
Preis regulär (monatlich) 0 € 19,99 € 39,99 €
Mit Launch-Rabatt START40 (bis 20.06.2026) … 11,99 € 23,99 €

Volumen-Limit Premium: 50 Briefe pro Kalendermonat. Das deckt nahezu alle realen Schuldnersituationen ab (durchschnittlich werden im außergerichtlichen Verfahren etwa 8–20 Briefe pro Person und Monat versandt, Quelle: praktische Erfahrung aus Beratungsstellen). Bei Überschreitung blockt das System weitere Versendungen bis zum Folgemonat, ohne Aufpreis-Falle.

6. Welche Briefe sich für Direktversand eignen, und welche nicht

✓ Gut geeignet

  • Stundungsbitten an private Gläubiger und Online-Shops
  • Ratenzahlungs-Vorschläge an Inkasso-Firmen und Forderungsabkäufer
  • Inkasso-Kosten-Beanstandungen bei überhöhten Gebühren (über 1,3-fache Geschäftsgebühr nach VV RVG)
  • Mahnungs-Antworten mit Sachstand-Erklärung
  • Vergleichs-Angebote bei kleineren Restbeträgen

✗ Nicht geeignet (gehört in Anwaltshand)

  • Widerspruch gegen Mahnbescheid, gesetzlich vorgeschriebenes Formular, Frist 14 Tage
  • Einspruch gegen Vollstreckungsbescheid, formalisierte Erklärung gegenüber dem Mahngericht
  • Schriftsätze in laufenden Gerichtsverfahren
  • Erklärungen gegenüber Behörden (Finanzamt, Sozialamt, Jobcenter) in laufenden Verfahren, diese benötigen oft persönliche Unterschrift und Postversand

Wenn du unsicher bist, ob deine konkrete Situation hier reinfällt: geh in die kostenfreie Online-Beratung der Caritas oder zu einer Schuldnerberatungsstelle vor Ort. Siehe Grenzen des Tools.

7. Was wir lesen, und was nicht

Ausgehende Briefe: Du verfasst sie (mit KI-Hilfe), du klickst „Senden", unser Mailserver leitet sie weiter. Wir speichern sie im Archiv deines Kontos, damit du später nachvollziehen kannst, was du wann an wen geschickt hast.

Eingehende Antworten: Reply-Mails von Gläubigern landen in unserer Inbox-Bot-Verarbeitung. Dort klassifiziert die KI automatisiert ohne menschliche Einzelfallprüfung (Annahme, Ablehnung, Gegenvorschlag, neue Mahnung, etc.) und reicht sie strukturiert in dein Forderungs-Detail durch. Klartext-Inhalt wird zur Klassifizierung an externe KI-Dienstleister übertragen (Art. 28 DSGVO, EU-Standardvertragsklauseln, 30-Tage-Retention beim KI-Anbieter, kein Modell-Training).

Auto-Reply-E-Mails von Gläubigern (Out-of-Office, „Wir bearbeiten Ihre Anfrage") werden via RFC-3834-Header herausgefiltert und nicht klassifiziert, du wirst nicht mit irrelevanten Statusupdates zugemüllt.

Volle Details mit Aufbewahrungsfristen, Löschkonzept und Drittland-Transfers in der Datenschutzerklärung.