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Inkasso-Wegweiser · BDIU-Mitglied

Brief von Lowell Inkasso (vormals GFKL Financial Services / Tesch) erhalten — was jetzt?

Echtheit, Forderung, Inkassokosten und Frist in 5 Schritten sortieren — bevor du zahlst oder unterschreibst.

Sitz
Essen
Gegründet
2015
Konzern
Lowell Group (UK/NL)
Telefon-Vorwahl
0201er-Vorwahl (Essen)

Wer ist Lowell Inkasso (vormals GFKL Financial Services / Tesch)?

Lowell Inkasso (vormals GFKL Financial Services / Tesch) (Firmierung: Lowell Financial Services GmbH) hat seinen Sitz in Essen und ist Teil von Lowell Group (UK/NL). BDIU-Mitglied, registriert nach § 10 RDG.

Typische Auftraggeber

  • Banken
  • Telekommunikation
  • Energieversorger
  • Versandhandel
  • Forderungs-Aufkäufer (NPL)

Echtheits-Check — ist der Brief wirklich von Lowell?

Verbraucherzentralen warnen seit Jahren vor Fake-Briefen, die Logos und Firmennamen echter Inkasso-Unternehmen nutzen. Diese Merkmale eines echten Lowell-Briefes solltest du prüfen:

  • Lowell- oder Inkasso-Becker-Logo
  • Postfach in 45128 Essen
  • Hinweis auf Forderungs-Übergang / Abtretung

Faustregel: Eine ausländische IBAN (außerhalb DE/AT/CH), eine ausländische Telefonnummer im Briefkopf oder eine vom offiziellen Sitz abweichende Adresse sind Warnsignale. Im Zweifel die offizielle Website lowellgroup.de / lowell.de aufrufen.

Schritt-für-Schritt-Plan, wenn der Brief echt ist

  1. Hauptforderung prüfen. Stammt sie aus einem echten Vertrag? Wurde sie schon einmal bezahlt? Ist sie verjährt (Regel: 3 Jahre, § 195 BGB)?
  2. Inkassokosten prüfen. Mit dem Inkasso-Kosten-Check rechnest du nach, wie viel Lowell maximal verlangen darf (§ 4 RDGEG / VV RVG Nr. 2300).
  3. Frist notieren. Nicht ignorieren — auch nicht, wenn du widersprechen willst. Eine Reaktion ist besser als keine.
  4. Schriftlich antworten. Telefonisch nichts zusagen, alles schriftlich. So bleibt deine Position dokumentiert.
  5. Wenn unklar: kostenlose Schuldnerberatung kontaktieren (Caritas, Diakonie, Verbraucherzentrale).

Tochter-/Marken-Gesellschaften

  • Inkasso Becker Wuppertal GmbH & Co. KG
  • Tesch Inkasso (historisch)
  • GFKL (historisch)

Häufige Fragen zu Lowell

Ist ein Brief von Lowell Inkasso (vormals GFKL Financial Services / Tesch) immer echt?

Nein, der Name Lowell wird in den letzten Jahren häufiger für Fake-Briefe missbraucht. Echtheit immer über die offizielle Domain (lowellgroup.de, lowell.de) und eine selbst recherchierte Telefonnummer prüfen — nie über die Kontaktdaten im verdächtigen Brief selbst.

Darf Lowell pauschal jede Kosten-Summe verlangen?

Nein. Inkasso-Unternehmen unterliegen § 4 RDGEG i.V.m. VV RVG Nr. 2300. Der gesetzliche Höchstsatz für die Inkassokosten beträgt 1,3-fache Geschäftsgebühr aus der RVG-Tabelle + Auslagenpauschale (max. 20 €) + ggf. 19 % USt. Du kannst den zulässigen Maximalbetrag mit dem Inkasso-Kosten-Check selbst berechnen.

Was passiert, wenn ich nicht reagiere?

Wenn die Forderung berechtigt ist, eskaliert Lowell typischerweise in folgenden Stufen: weitere Mahnung mit höheren Kosten → ggf. Antrag auf Mahnbescheid beim Amtsgericht → bei fehlendem Widerspruch Vollstreckungsbescheid → Pfändungs-Anträge. Jede Stufe verteuert die Forderung.

Kann ich mit Lowell eine Ratenzahlung vereinbaren?

Ja, das ist häufig möglich und für beide Seiten attraktiv. Eine schriftliche Vereinbarung ist wichtig — mündliche Zusagen sind später schwer zu beweisen. Eine Brief-Vorlage findest du im Ratgeber zum Thema Ratenzahlung.